Mit 20 dachte ich immer, mit 65 sitze ich entweder strickend im Schaukelstuhl oder gehe nur noch ins Café und esse Kuchen...natürlich mit Sahne!
Jetzt sitze ich aber mal wieder am Laptop, um endlich einen neuen Blogpost zu verfassen,
und dazu google ich, wie ich am besten gleich ein ganzes Buch schreibe.
Denn: wer sagt eigentlich, dass man nur in jungen Jahren kreativ sein kann?
Udo Jürgens hat nicht nur "Aber bitte mit Sahne" sondern auch "Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an..." geschrieben, da ist 65 ja fast pubertär, oder?! ;-)
Und da ich schon immer ein Buch schreiben wollte, mache ich es jetzt einfach!
(Bei unserer letzten Plauderrunde haben meine Freundinnen mir den letzten Anstoß gegeben)
In meinem Leben habe ich viel erlebt, viel gesehen und -seien wir ehrlich- auch viel
Blödsinn gemacht. Und weil ich mittlerweile so viele Geschichten und Gedanken
aufgeschrieben habe, verdient all`das doch, nicht nur im Internet sondern auch in gedruckter Form verewigt zu werden.
Schließlich gibt es ja noch einige Menschen in meinem Alter, die lieber echtes Papier in den Händen halten als auf einen Bilschirm zu starren.
Endlich keine Termine mehr (haha!), sondern die Zeit (und die Frechheit!) und Ruhe,
um all die skurrilen, lustigen, mal tiefgründigen, mal absurden Geschichten und Erlebnisse
aus einem halben Jahrhundert Lebenserfahrung mit einem Augenzwinkern aufzuschreiben.
In meinem Alter hat man ja schließlich einiges erlebt: die Erfindung des Farbfernsehers,
die ersten Handys und ja, und auch die Geburt von Google.
Also, warum nicht ein Buch schreiben?
Oder wenigstens ein Büchlein...ein Booklet...ein Manuskript.
Mein Ziel damit?
Ihr sollt schmunzeln, Euch vielleicht wiedererkennen und merken: das Leben mit 65 kann herrlich witzig und auch noch ein Abenteuer sein.
Und falls es niemand liest - auch gut; obwohl ich natürlich schon ein bisschen traurig wäre.
Schlimmstenfalls landet mein "Gedanken-Cocktail" eben als Weihnachtsgeschenk
unter dem Baum.
Fazit:
Mit 65 ein Buch zu schreiben, ist nicht verrückt.
Es ist die perfekte Möglichkeit, das Leben mit Humor zu feiern. Schließlich habe ich jetzt tatsächlich mehr Zeit und manchmal auch die nötige Gelassenheit - und mal ganz ehrlich:
Was habe ich schon zu verlieren?
Die Idee, meine Gedanken, Geschichten und vielleicht sogar ein kleines Stück von mir selbst zwischen zwei Buchdeckeln* zu verewigen, macht mich glücklich.
Also: das Booklet ist in Arbeit.
Ich tippe mit mindestens 4 Fingern, fluche über die Autokorrektur, lache laut, weine leise,
trinke so viel Espresso wie schon lange nicht mehr, schicke die eigene Gouvernante, die immer alles besser weiß, in Kurz-Urlaub, formuliere einen Satz zwanzig mal um, schlürfe jetzt endlich einen herrlich prickelnden Apérol Spritz und denke plötzlich: Braucht die Welt dieses Buch?!
Ja, braucht sie. Meins!
*bei den Buchdeckeln brauche ich übrigens die überaus kreative Hilfe meiner Freundin...