Donnerstag, 26. Januar 2023

JESSES MARIA UND JOSEF...WIE DIE ZEIT RAST!



Das bin also jetzt ich. Ungefiltert und bald unsagbare 63 Jahre alt. Und leider fühle ich mich auch nicht wirklich viel jünger als ich jetzt tatsächlich bald bin! 

Warum sollte ich auch...schließlich habe ich schon mehr als ein halbes Jahrhundert (wie sich das anhört!) gelebt, war glücklich, habe Erfahrungen gemacht, war wieder glücklich, habe Erkenntnisse gewonnen, war wieder glücklich, habe zu - und abgenommen, war auch mal unglücklich ...wie soll man sich da noch wie Mitte zwanzig fühlen?!

Und dann spielte vor ein paar Wochen plötzlich Bon Jovis "It`s my life" live auf einem Geburtstagsfest, wir brüllten uns förmlich die Seele aus dem Leib, tanzten als gäbe es kein morgen und gefühlt war ich wieder in einem heissen Sommer in den 2000ern!.
Jesses Maria und Josef...wie die Zeit rast!
Denn der Umstand des Älterwerdens lässt sich auch relativ einfach, leider dafür umso härter, immer wieder an den Lieblingsliedern der eigenen Jugend erkennen.

Damals war ich eine modische Frau mit Langhaarmähne, echtes Haar ohne Extensions
(so was gab es da wahrscheinlich noch gar nicht), natürlich und lässig über die Schultern fallend ohne stundenlanges Föhnen nach einer Wäsche mit allerlei Volumen-Shampoos und anschließenden Lift Styling Mousses für feines Haar.
Hach...

Ich fuhr einen -zwar schon in die Jahre gekommenen, aber egal- dunkelblauen Alfa Spider mit roten Sitzen und hatte die coolsten Verehrer. Gefühlt lag alles noch vor mir, all die Tage und Nächte des ungetrübten Lebens, und ich hatte nicht den blassesten Schimmer, was noch kommen könnte und würde.
Es war diese Zeit, in der ich frei wie ein Vogel war und mir überhaupt nicht vorstellen konnte, dass das nicht immer so bleiben würde.

Schon witzig, was ein einzelnes Lied -heute würde man wohl eher "Song" oder "Track"
sagen -manchmal mit einem macht.
Und als ich auf der Tanzfläche so mitbrüllte, wünschte ich mir auf einmal diesen Wahnsinns-Mut, diese unbändige Freiheit, diese endlose Sorglosigkeit und den unerschütterlichen Glauben an die Unsterblichkeit, all diese unbeschreiblichen Gefühle wieder zurück.

Aber vielleicht kommt auch irgendwann der Tag, an dem ich auf heute, Januar 2023, zurückblicke und Sehnsucht nach dieser Frau von heute, die mit den feinen Haaren und dem modischen Volumen-Bob, habe.
Die keine Stöckelschuhe mehr anziehen will, aus Angst umzuknicken, die vor Liebe und Stolz heulen könnte, wenn sie ihren erwachsenen verheirateten Sohn sieht, die über den Rand der Bechertasse mit Sprung, die auch schon in die Jahre gekommen ist,  jeden Morgen ihren Mann verschlafen und mit deutlichen Ringen unter den Augen ansieht und froh ist, dass er einfach da ist.
Die unendlich dankbar ist, ihren Vater, der noch fit ist und bald 90 wird, zu haben.
Die das Glück hat, wirklich echte und treue Freundinnen an ihrer Seite zu wissen.
Die in ein paar Tagen Geburtstag mit einer damals schier unvorstellbaren Zahl hat und entsetzt feststellt: schon wieder ein Jahr ´rum.
Und beim Zurückblicken erinnere ich mich dann vielleicht auch daran, wie wertvoll doch diese Zeit war.

Viele sagen: altern ist doch schön! Denn was ist die Alternative?
Das stimmt, aber melancholisch macht es mich doch, dass die Zeit so wahnsinnig schnell vorbei geht und die Jahre nicht wieder kommen.
Weder das vergangene, noch die letzten 40. Noch nicht mal das Gestern und die letzte halbe Stunde!
Aber ist es nicht auch eine schlechte Alternative, wenn man krampfhaft nicht Älterwerdenwollen will?! Ständiger Kampf gegen Falten und Schwerkraft, und immer in Rebellion leben, gegen das Unvermeidliche anzugehen...das kostet Energie und Lebensfreude, oder?

Also dann: ab heute ist heute immer alles schön.
Die eiskalte graue Januar-Luft, der neu entdeckte 2nd Hand Laden und damit das Wiederfinden einer Seelenverwandten, die selbstgemachte geschenkte leckere Schokolade zum 3. Espresso, das kurze Mittagsschläfchen (das wollte man ganz früher gar nicht, und dann durfte man es lange nicht!), der bevorstehende Mädelsabend...

Ein Aperölchen auf das Leben.

Bärbel

Dienstag, 27. Dezember 2022

2022 UND MEHR GEDANKEN!

 

 

 


 

Das Jahr ist zwar noch nicht ganz vorbei, aber meine 2022 und mehr Gedanken lassen mich nicht wirklich zur Ruhe kommen...

Ausgelöst vor allem durch eine Frage, die -da sie nicht wirklich wohlwollend gestellt war -mich, sagen wir es mal positiv, sehr berührt hat, nein eigentlich hat sie mich verletzt!

Liegt das mal wieder an meiner mir oft unterstellten "Empfindlichkeit"? 

Die Frage in geselliger Runde, die mich immer mal wieder straucheln lässt:
Was hast DU eigentlich beruflich gemacht???
Unterton sehr fragend und nichts Erfolgreiches unterstellend...
Stimmt: ich habe weder ein großes Unternehmen zum blühenden Erfolg geführt noch außerordentlich Geige gespielt (nämlich gar nicht!), ich war weder sehr zielstrebig noch überbordend ehrgeizig, bin zu wenig oder zuviel begabt, und wurde erschwerend vom Schicksal ein bis zweimal heftig aus der Bahn geworfen!

Da mir also die Gradlinigkeit im Berufsleben -nicht nur da?!?- fehlt, ist die Frage tatsächlich schwer zu beantworten...und schon gar nicht in einem Satz!

Ich wollte und habe Grafik-Design studiert, sehr gerne in verschiedenen hippen Werbeagenturen gearbeitet, mich dann mit einem kleinen feinen Laden für Wohnaccessoires selbstständig gemacht, 7 Jahre mit Begeisterung als Inhaberin selbst geführt,
dann 1. Bruch und damit auf Umwegen in einer Arztpraxis gelandet und zur Praxismanagerin hochgearbeitet -nebenbei gab es übrigens noch Kleinkind und Hund!

Ein paar Jahre später dann 2. Bruch...ich habe in den Himmel geguckt, nachts geweint, dachte ich schaffe es nicht, habe durch meine Familie tröstende und helfende Liebe gespürt, konnte irgendwann wieder schlafen und weitermachen...aber was?!

Also weiter halbtags-es gab immer noch Kind und Hund!-, Praxismanagerin und zusätzlich
ein paar Stunden als Rezeptionistin beim Immobilienmakler.
Aber eigentlich wollte ich zurück in die Kreativität, zu den schönen Dingen wie Mode,
Interior, wieder was Eigenes.
Anfangs noch und mal wieder nebenbei: Entwürfe und Herstellung einer kleinen Schalkollektion, dann kamen bemalte Shirts und Sweater dazu, handgestrickte Unikate, Täschchen aus Polsterstoffen...und vieles mehr.
Gründung des Concept-Stores "Freudenreich" mit 2 anderen Frauen, die ich zufällig kennengelernt hatte...ein paar Jahre mehr oder weniger zusammen erfolgreich.
Aber inzwischen war "online" das Zauberwort, also warum nicht die paralelle "Eröffnung" meines Web-Shops arras7.

Kurz vor Corona -neue Zeitrechnung!-haben wir unseren Concept-Store aufgegeben -
im Nachhinein was für ein Glück!

Meinen online-Shop habe ich dieses Jahr im Mai auch nach 7 Jahren geschlossen,
gegen die "Großen" konnte ich mich leider nicht wirklich durchsetzen.

Tja, zurück zu der Frage, was ich beruflich gemacht habe, könnte ich sagen: ganz viel!
Aber ich selbst fühle es nicht und so bringe ich es anscheinend auch nicht "rüber"....

Und jetzt?
Viele meiner Freund:innen sind inzwischen im Ruhestand, aber ich bin noch zu unruhig
und würde gerne noch irgendetwas Kreatives tun.
Vor ein paar Wochen habe ich wieder mit dem Malen angefangen...back to the roots...damit möchte ich in 2023 unbedingt weitermachen.
Mal sehen....vielleicht kann ich ja dann die Frage mit "Ich bin Künstlerin" schlagfertigst beantworten.

Kommt gesund und munter aus dem alten und oft schwerwiegenden Jahr in ein neues und aussichtsreiches 2023!

Herzlichst Bärbel

 

 

 

Montag, 28. November 2022

GEDANKEN...

 

Es gibt Zeiten, da passiert im Äußeren nicht so viel - was auf mich ganz privat gemünzt ist, denn selten geschah in unserer Welt so viel wie in den letzten beiden Jahren!
Innerlich allerdings ging es für mich mehr in die Tiefe, unsichtbar für andere, und war und
ist manchmal herausfordernd.

Ich überlege schon länger, in welche Richtung ich will...bin mit Ü60 ja nicht mehr die Jüngste, einige meiner Freund:innen sind schon eine ganze Weile in Früh-Rente.
Ich liebe diesen "Job": Mode, Design, Interior, Lifestyle...
T-Shirts und Sweater zu bemalen, handgestrickte Unikate zu kreieren, Daily Outfits zu überlegen, Fotos aufzunehmen und Texte zu schreiben, bis Mai diesen Jahres hatte
ich auch noch meinen Online-Shop sowohl mit eigener Kollektion als auch mit ausgesuchten wunderschönen kleinen Labels, aber möchte ich weiterhin versuchen auf allen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen?!

Alleine auf Instagram habe ich sage und schreibe 4! -in Worten vier- Accounts.
Es ist wunderschön, beglückend, macht mich dankbar und auch relativ frei, ist aber auch deshalb anstrengend, weil ich mich selbst unter Druck setze, meine Ansprüche hoch schraube und seit Schließung des Online-Shops auch leider nicht wirklich Geld damit verdiene!
Außerdem auch nicht immer kreativ, weil ich nichts davon so richtig machen kann.
Ich vergleiche mich zusätzlich noch dauernd mit denen, die alles anscheinend so nebenbei hinbekommen und z.B. mit ihrem Instagram-Kanal auch noch reich werden und die auf der Motivatios- und Gute-Laune-Skala gefühlt immer bei 10/10 sind.

So will ich das nicht mehr im neuen Jahr - das weiß ich jedenfalls schon mal!
Ich möchte mich nicht mehr selbst unter Druck setzen, gesund bleiben, Leichtigkeit und Lebensfreude sollen weder durch äußere Umstände noch Menschen, die es nicht gut mit
mir meinen, beeinflusst werden. Wäre das nicht wahrer Luxus?!
Und oft passiert dann Wunderbares, Neues, Kreatives...

Konkret bedeutet das jetzt erst einmal, dass ich aus den 4 Instagram-Accounts 2 machen möchte und werde: einen mit dem Thema Fashion und Interior, den anderen mit dem
noch sehr am Anfang stehenden Thema Malerei, das ich in 2023 voller Kraft und mit Elan
angehen möchte. Einen Platz in einer wunderschönen Location bei einem kreativen
Künstler im Rhein-Main-Gebiet hätte ich schon...

Mal sehen, ob ich das alles so hinbekomme...Lust habe ich jedenfalls drauf!
Also: Stay tuned!

Und jetzt habt alle eine gemütliche, besinnliche und wunderschöne Adventszeit.

Herzlichst Bärbel

 

 

 

 

Samstag, 29. Oktober 2022

TROTZ - DEM.

 

 

Populär ist momentan sicher anders, aber: ich bin froh und dankbar für mein Leben...trotzdem!
Denn eins ist sicher: wir haben eine immense Inflation, die Energiepreise schießen durch die Decke -ist diese gedämmt oder nicht ;-) -, in Europa tobt ein Krieg und jetzt neigt sich auch die dieses Jahr schier endlose Sommerzeit dem Ende entgegen.

Und nochmal: trotzdem haben wir es doch eigentlich gut!
Ein Dach über dem Kopf, genug zu essen, sind gesund...vielleicht ist jetzt die Zeit sich mal wieder auf diese Basics zu besinnen.
Natürlich fällt das nicht immer leicht, denn schließlich sind wir eine sehr lange Zeit sehr "verwöhnt" gewesen. Und klar überlege ich inzwischen zwei bis drei Mal, ob die ein oder andere Anschaffung wirklich sein muss.
Aber das verdirbt mir nicht mein Leben und ist auch kein Grund, permanent schlecht gelaunt zu sein und zu jammern, denn: es geht mir ja trotzdem gut!
Ich liebe mein Leben trotzdem, bin dankbar für dieses Leben in einem doch privilegiertem Land, für meine Familie und für die relative Sicherheit unseres Daseins.

Was ist mit denen, die momentan wirklich um ihr Leben und ihre Existenz fürchten
müssen? Die von Armut, Angst, Krieg, Einsamkeit, Hunger und Krankheit bedroht sind?!
Diese Menschen haben allen Grund dazu, sich zu beklagen.
Und das macht mich schon ein bisschen demütig...

Vielleicht haben wir in den letzten Jahren -ja Jahrzehnten!- das Maß verloren...höher, weiter, schneller, billiger, mehr; nichts ist wirklich lebensnotwendig, "nice to have" nicht existentiell und wirklich wichtig!

Auch ich liebe Mode, Interior, schöne Dinge an mir und um mich herum, es macht mich froh und bereichert mich im täglichen Leben, aber mir wird immer bewusster,dass es nicht das ist, was im Leben zählt und/oder am Ende glücklich gemacht hat.
Es ist sogar ein Zeichen dafür, dass wir zumindest keine existenziellen Nöte haben, dass wir allen Grund haben, unser Leben zu lieben, auch wenn wir im Moment vielleicht ein paar Abstriche machen müssen.
Denn wenn etwas wirklich Einschneidendes passiert, wissen wir alle: dann hat all`das null Bedeutung mehr!

Nicht falsch verstehen: auch ich bin nicht jeden Tag gut gelaunt, bin mir aber sehr wohl bewusst, wie privilegiert wir doch sind.
Ich bin froh über meine Familie, die immer für mich da ist, über unser gemütliches Haus, einen Garten mitten in der Stadt, über alle guten Freunde um uns herum, über die schönen Dinge, die wir gemeinsam erleben dürfen.

Und wenn jetzt der Winter näher rückt, die Nächte länger und kälter werden, gewöhne ich mich auch daran...und dicke schicke Pullis habe ich genug im Schrank!
Oder ich stricke mir welche...;-)

In diesem Sinne: bleibt trotzdem fröhlich!

Herzlichst Bärbel

Freitag, 22. Juli 2022

KNIT.SLEEP.REPEAT.

 

Stricken ist schon länger wieder "in" oder vornehmer ausgedrückt "en vogue"...

Ich habe es in meiner Jugend schon geliebt: wieviele Teile sind alleine während des Schulunterrichts unter der Schulbank entstanden? Wieviele Schals an Freundinnen und/oder Lebensabschnittsgefährten verschenkt worden? Wieviele Wollreste zu neuen Teilen verarbeitet worden?

Seit letztem Sommer habe ich die Liebe zu Strick-Unikaten wieder entdeckt und einfach angefangen...mit bunten Snoods!
Diese besondren Unikate -auch Collars, Loops, Scarves oder auf deutsch Kragen und Schals- genannt, sind ein wunderbares Accessoire "to pimp your outfit".
Und ganz nebenbei wärmen sie so schön kuschelig den frierenden Hals ;-)

Es folgten flauschige Beanies, stylische geringelte Mohair-Pullis, wollige must-have Pullunder und federleichte softe Cardigans.
Die Schnitte sind schlicht, jedes Stück hat ein individuelles Design und wird in liebevoller Handarbeit hergestellt. So entsteht immer ein einzigartiges handgestricktes Luxusteil.






 

Und genauso mache ich jetzt erst einmal weiter, freue mich über Feedback oder eine -auch gerne ganz viele!-  Bestellungen...der Herbst und Winter kann kommen ;-)

Herzlichst, Bärbel
 

Dienstag, 7. Juni 2022

HELLO SUNSHINE.

 

...und wenn ich nicht gerade den dritten Espresso schlürfe, abends dann auch gerne
mal den zweiten Aperol Spritz ;-), die Spülmaschine ausräume,
vom eigenen Bestseller träume, im übervollen Kleiderschrank versinke, mich zum Yoga aufraffe...dann kreiere ich mal wieder Dinge, über die ich dann auch noch sofort schreiben und sie Euch mitteilen muss.

In diesem Fall kam die Inspiration relativ überraschend -weil zu früh!-, denn manchmal
ist das größte Glück ganz klein: ein Baby!
Welcome to the world little Jella...

Und was liegt -mir- da ferner als sofort zu den Textilstiften zu greifen und einen schneeweißen kuschelweichen Baby-Sommerbody zu personalisieren?!
Vorname und Geburtsdatum - da es eine kleine Dame ist, lassen wir das Gewicht mal unter den Tisch bzw. vom Body fallen ;-)

 

Für die Buchstaben und Zahlen benutze ich sehr gerne eine kleine Schablone, ich liebe
diese besonderen grafischen Buchstaben einfach so sehr.
Beschriften, kurz trocknen lassen, fixieren - und fertig ist das erste Statement-Piece
für coole Girls!

Fürs Verpacken wähle ich eine quadratische Papp-Schachtel, rosa Organza-Band,
eine süße Geburts-Karte und einen Schnuller...

 



Jetzt schnell verschenken bevor der süße Fratz nicht mehr reinpasst!

 

Wenn auch Ihr so ein ganz persönliches Unikat zur Geburt verschenken möchtet,
kontaktiert mich gerne...ich freue mich!

 



 Mal sehen, was mir als nächstes einfällt...

Herzlichst Bärbel

Sonntag, 15. Mai 2022

BIN MAL AM MEER

 


Im Laufe der letzten Wochen fiel mir wieder ein, was ich mir schon für 2019, 2020, 2021 und auch für dieses Jahr vorgenommen hatte: mehr Meer-Zeit!
Schließlich bin ich glückliche Besitzerin einer Mini-Wohnung auf der Mini-Insel Amrum, auch Perle der Nordsee genannt...die Insel ;-)

Also: raus aus dem Schlafanzug, 2-3 Espressi im Stehen, Tasche packen -was nehme ich nur mit und was ist noch im Kleiderschrank im hohen Norden?!-,  nicht von Instagram, Facebook oder dem Kühlschrank ablenken lassen, Fähre buchen, Auto tanken...die Freundin in Hamburg kontaktieren und um 1-2 Nächte "Asyl" bitten.
Nicht nur, dass sich 500 statt 700km spielend fahren lassen, nein, wir haben uns ewig nicht gesehen. Wir kennen uns seit Kindergartentagen und pflegen eigentlich eine ziemlich eingeschränkte Kommunikation (früher waren es noch seitenlange Briefe, dann etwas kürzere Mails, jetzt meist nur noch Whatsappnachrichten), aber wenn wir uns sehen, ist es, als hätten wir gestern noch giggelnd den gemeinsamen Schulweg bezwungen.

Wunderbar, sie ist zuhause, ihr Mann auch...sie freuen sich, und ich erst!

Die Fahrt von Frankfurt nach Hamburg war -bis auf die letzte halbe Stunde- wirklich easy,
und dann fielen wir uns in die Arme...und redeten und redeten und redeten...vom Begrüßungs-Sekt mit Erdbeeren auf der Terasse -das Wetter auch in Hamburg frühsommerlich-, über den Stadtbummel mit anschließender Fleetfahrt zum Hafen bis hin zum Grüne-Soße-Essen am Abend (eigentlich ja ein Frankfurter Nationalgericht, aber vom Ehemann mit Jagdinstinkt bei Edeka ergattert und extra zubereitet!)...herrlich, und wie immer viel zu kurz!

Ehe ich mich versah, saß ich wieder hinter meinem Steuer im Mini, um die letzten 200km
zum Fährhafen in Dagebüll zurückzulegen.
Und dann ab aufs Schiff...reif für "meine" Insel!


 

Eigentlich wollte ich die paar Tage ohne meinen Laptop fahren (immer dieses Gepäck!) - aber dann dachte ich, was wenn ich eine Eingebung und Lust zu schreiben habe...hatte mir ja vor kurzem vorgenommen, wieder mehr zu bloggen.
Und so entstehen jetzt diese Zeilen, ein Gläschen Wein schon am Nachmittag neben mir, ist ja schließlich Urlaub!


Nun sitze ich am Meer, es ist für Mai noch recht frisch, aber egal, ich liebe es hier einfach in meiner zweiten Heimat und verbringe wunderbare Tage an diesem Ort, an dem nicht viel los, aber auch mein Vater für ein paar Monate übersommert...und so ein bisschen Papa-Tochter-Zeit ist für mich grenzenloser Reichtum.
Und so könnte ich ewig sitzen...

Wenn´s ja nicht so weit wäre, würde ich es sicher öfter mal machen...