Donnerstag, 21. August 2025

MEIN BUCH WOHNT JETZT BEI AMAZON. ICH BESUCHE ES TÄGLICH.

 

 



Das Schreiben war der leichte Teil. Marketing fühlt sich allerdings an wie Extremsport!

Da steht es nun, auf Amazon, zwischen "Achtsamkeit für Einsteiger" und "Der große Grillatlas".
Ich dachte ja, ein Buchtitel wie "Zwischen Zähneputzen und Zweifeln" würde sofort ins Auge springen, ein Klick, und zack - Bestseller - DACHTE ich!!
Schließlich hat Amazon doch Algorithmen! 
Und Algorithmen wissen doch, was gut ist, oder?

Ich gestehe: Ich hatte mir das ein bisschen wie eine Netflix-Serie vorgestellt. 
Buch hochladen, Amazon zeigt es Millionen von Menschen, alle klicken begeistert auf 
"Jetzt kaufen", und ich schreibe schon nebenbei am nächsten Titel.

Die bittere Realität? Mein Buch sitzt alleine im digitalen Regal und wartet.
Aber niemand kommt. Kein neugieriger Leser, nicht mal eine missmutige 1-Stern-Bewertung 
á la "Kam geknickt an". 

Die Wahrheit? Mein Buch ist ungefähr so sichtbar wie ein Pfifferling im Wald - technisch da, 
aber nur für Experten auffindbar. 
Ich entwickele leichten bis mittelschweren Pessimismus.
Und meine Moral-Marie sitzt mit hochgezogener Augenbraue im Hintergrund und 
murmelt: "Hab' ichs doch gesagt!"

Wie um alles in der Welt vermarktet man sein eigenes Buch?!
Ich bin nicht nur Autor, nein, ich bin jetzt auch Marketing-Abteilung, Pressesprecher und wandelndes Litfaßsäulen-Experiment.

Social Media nutzen?
Mein Buch posiert ganz zufällig morgens neben meinem 3.Cappuccino und abends neben einem Aperol Spritz.
Nebenwirkung: Koffeinsucht oder Alkoholabhängigkeit

Freunde -betont witzig- anspammen?
Verlockend, aber
 Nebenwirkung: Bröselnder Freundeskreis und Angst, keine Einladungen 
zu Geburtstagen mehr zu bekommen

Lesungen anbieten?
Ich übe schon mal am Küchentisch, aber die Buchhandlungen lassen sich sehr viel Zeit 
mit Antworten.
Nebenwirkung: Massive Selbstzweifel 

Die Wahrheit ist: Ich habe keinen geheimen Marketing-Masterplan.
Aber ich habe Leidenschaft für mein Buch, Humor für die schrägen Seiten des 
Selfpublishings - und hoffentlich Leser:innen, die Lust haben, diesen Weg mit mir zu gehen.

Marketing kommt mir vor wie Dating... auch da bin ich aus der Übung, da seit 20 Jahren 
fest mit meinem Lieblings-Apotheker liiert.
Man muss rausgehen, ein bisschen flirten, nicht zu aufdringlich sein, aber auch nicht 
schweigen, sonst denkt das Gegenüber, man sei nicht interessiert.
Man braucht also Charme. Ein bisschen Humor. Und den Mut, sich immer wieder zum 
Affen zu machen. und hoffen, dass jemand sagt: 
"Genau DAS will ich lesen." 

Also: Mein Buch ist bei Amazon. Das ist toll.
Aber das ist nicht das Ende der Reise - es ist der Anfang der absurden, manchmal auch
peinlichen, meistens lustigen Mission namens Selbstvermarktung.
Und wer weiß: Vielleicht liest das hier gerade jemand und denkt:
"Das klingt schräg, das Buch muss ich haben."
Wenn ja, der "Kauf mich"-Button wartet schon.

 

Freue mich über ganz viele Bestellungen...
 

Herzlichst Bärbel 

 

 



 



Freitag, 1. August 2025

EINE IDEE. EIN BUCH. UND JETZT EIN LINK ZU AMAZON.

 

 



Drei Jahre Bloggen. Drei Jahre Alltagsbeobachtungen, Gedanken, Geschichten, 
Geistesblitze - und auch ein paar herrlich halbgare Ideen, die trotzdem irgendwie 
lesenswert waren.
Und jetzt ist all das wirklich zwischen zwei Buchdeckel gewandert.
Gesammelt. Sortiert. Überarbeitet. Nochmal überarbeitet. In Buchform. 
Und ja: Offiziell jetzt  - natürlich nochmal überarbeitet! - auf Amazon erhältlich!

Ich sag's wie's ist: Ich hab das anfangs nur für mich gemacht. 
Ein paar Exemplare drucken lassen, einfach um zu sehen, wie sich das anfühlt - 
mein eigenes Buch in der Hand. Und es hat sich gut angefühlt. 
So gut, dass ich dachte: Vielleicht geht da mehr? Vielleicht mögt Ihr das auch? 
Obwohl ich doch tatsächlich noch ein paar kleine Fehler in meiner limitierten 
Farbausgabe entdeckt habe! Also für alle, die dieses Buch schon haben: 
Es ist eine ganz "besondere" Erstausgabe, die es so nicht mehr geben wird ...

Was steht im Buch?

Meine liebsten Blogposts der letzten drei Jahre.
Texte, die überlebt haben - alle Jahreszeiten, alle Launen, alle Lösch-Impulse.
Manche kennt Ihr schon. Manche waren bisher unter Verschluss. Alle sind echt.
Es geht um das Leben, wie es wirklich ist. Um Momente, die man sonst übersieht. 
Um das große Ganze im kleinen Kaffeefleck.
Mal mit Witz, mal mit Wehmut, mal ganz trocken - aber immer mit einem Augenzwinkern. 
Und einer Menge Ehrlichkeit.

 


 

Für wen?

Für Menschen, die gerne mitlesen, mitdenken, mitlachen. 
Für alle, die Bücher mögen, in denen nicht alles perfekt glattgebügelt ist.
Für alle, die zwischendurch einfach mal sagen wollen: "Ja, genau so!"
Und na klar - für alle, die mich seit Ewigkeiten fragen: 
"Sag mal, kommt das irgendwann als Buch?!"

Ja. Jetzt. 

 

 


 


Und jetzt kommt mein Wunsch an Euch:

Falls Ihr ein Geschäft, ein Restaurant, einen Laden, ein Café oder eine Praxis habt - 
und Lust, das Buch bei Euch auszulegen (gerne auch mehrere) - meldet Euch gerne.
Das Gleiche gilt für Redakteurinnen, Buchliebhaberinnen, Frauenzeitschriften oder einfach Freundinnen mit Geschmack und gutem Gespür: Ich freue mich riesig, wenn Ihr dem Buch 
ein kleines Plätzchen bei Euch gebt.
Weil Bücher Menschen finden müssen - und manchmal brauchen sie dazu genau solche 
Orte wie Eure.

Wo es zu finden ist?

👉 Jetzt auf Amazon ansehen


Danke Euch. Fürs Lesen, fürs Teilen, fürs Dabeisein...
Ohne Euch gäbe es dieses Buch nicht.

 



Und jetzt freue ich mich auf alles, was kommt. 

Herzlichst, Bärbel 

 


 

 

 

 

Montag, 21. Juli 2025

WAS ALS WORD DATEI BEGANN ...

 ...liegt jetzt in gedruckter Form auf meinem Küchentisch. Mit Seiten, die rascheln. Mit einem richtigen Cover. Bald auch mit ISBN. Und ja - mit meinem Namen ...in seriöser Typografie.
Und ich sitze davor wie jemand, der beim Zähneputzen ganz aus Versehen ein literarisches Projekt gestartet hat.

 

 


 

Ich wollte einfach nur schreiben. Zwischendurch. Nebenbei. Zwischen E-Mails, Einkaufsliste 
und Existenzzweifeln. Und jetzt: Ich habe tatsächlich ein Buch geschrieben. Ein bisschen schräg, ziemlich persönlich, aber selbstgemacht. Ohne Verlag, ohne Werbekampagne und ohne Plan B. Einfach nur mit dem, was da war: Gedanken, Alltag, Beobachtungen - aufgeschrieben zwischen Zähneputzen und Zweifeln. (Was praktischerweise auch gleich der Titel geworden ist.)

Was drinsteht?

Es ist kein Roman, kein Ratgeber, kein "In 30 Tagen zur besten Version Deiner selbst"-Kram.
Einfach: Meine gesammelten Blogposts der letzten drei Jahre - spontan, ehrlich, manchmal melancholisch, manchmal auch (unfreiwillg) komisch.
Texte über das Leben, das Älterwerden, über Müdigkeit, Mut, Menschen.
Alltagsgedanken mit mal mehr mal weniger Tiefgang - manchmal schräg, manchmal nachdenklich, manche zu lang, manche zu spät, aber alle: echt.

Warum überhaupt ein Buch?

Weil´s irgendwann nicht nur ein Blog sein sollte. Weil sich beim Durchscrollen plötzlich so 
etwas wie ein roter Faden zeigte - schief, aber stabil.
Weil die weltbesten Freundinnen mich überredet haben. 
Und weil ich dachte: "Vielleicht erkennt sich ja jemand darin wieder. 
Vielleicht will jemand sowas lesen."
Auf Papier. In Ruhe. Mit Espresso. Oder mit Aperol Spritz.

Und jetzt?

Jetzt ist es da. 
"Zwischen Zähneputzen und Zweifeln"

 

 


 

 

 

Gedruckt in einer kleinen Druckerei meiner Wahl (ganz Oldschool! Herrlich und sehr aufregend!), handfest, mit dem Duft von frischer Tinte und einer Prise "Ich kanns nicht glauben".
Der Amazon-KDP-Link kommt noch - die Technik und ich führen gerade eine Beziehung voller Missverständnisse. Aber es wird.

Und ganz ehrlich?

Ich habe keinen blassen Schimmer, wer das lesen wird.
Vielleicht niemand. Vielleicht du.Vielleicht jemand mit einem vollen Kopf und einem offenen Herzen. Vielleicht jemand, der nachts zufällig auf diesen Blogpost klickt und denkt: 
"Ach guck. Babyboomerin* schreibt ein Buch. Wie nett."

Und das reicht mir.
Denn irgendwo zwischen Zähneputzen, Zweifeln und "Veröffentlichen"-Button drücken fühlt 
es sich einfach richtig an. 


*Ach so - und noch was: Ja, ich nenne mich hier Babyboomerin.
Ich weiß, einige meiner Freundinnen verdrehen da gerne die Augen. 
"Klingt ein bisschen wie Rentenbescheid mit Lesebrille", meinte neulich eine. 
Stimmt irgendwie. Und trotzdem mag ich den Begriff.
Warum? Weil ich halt dazugehöre.
Weil ich alt genug bin, um mich an Wählscheibentelefone zu erinnern - aber jung genug, 
um auf "Veröffentlichen" zu klicken, bevor meine Moral-Marie aufwacht. 
Weil ich es okay finde, eine Frau über 60 zu sein, die schreibt, denkt, zweifelt - und sich 
doch traut, etwas zu veröffentlichen, das nicht durch den Influencer-Filter muss.
Babyboomerin heißt ja nicht "von gestern".
Es heißt: Ich habe ein bisschen Leben im Gepäck. Und noch genug Neugier, um weiterzuschreiben.
 

Und jetzt: Espresso. Oder gleich Aperol Spritz. Und vielleicht ein neues Kapitel. 
Ich melde mich, wenn der KDP-Link lebt. Bis dahin: Bleibt echt. 

Montag, 16. Juni 2025

UND PLÖTZLICH: PROBEDRUCK.


 

 

 

Zu spät zum Aufhören.
Oder: Wie aus (m)einem Blog ein Büchlein wurde - und aus mir eine Expertin für viel Kaffee, noch mehr Kommas und kleine Krisen. 
Da ist er also, der Moment, den ich lange ignoriert, dann verdrängt und schließlich mit einer Mischung aus Euphorie und kaltem Schweiß begrüßt habe: Mein Büchlein, eine feine kleine Sammlung meiner Blogtexte der letzten Jahre - macht sich auf den Weg in den Probedruck. (Ich wiederhole das zur Sicherheit nochmal für mich selbst: PROBEDRUCK.)
Das heißt, dieser kleine Cocktail an manchmal sinnfreien Gedanken, wilden Erlebnissen, schnöden Alltagsgeschichten, bewegten Erinnerungen, überflüssigen Fragen und stillen Erkenntnissen, den ich über die Jahre hier im Blog geteilt habe, wird jetzt zu etwas Festem. Etwas mit Umschlag. Seiten. Rückentext. ISBN.
(Ich muss den Satz nochmal lesen, um es zu glauben.)

Wie es dazu kam?
Nun ja. Ich habe geschrieben. Ganz früher schon. Zwischendurch mal wieder. Und dann immer öfter immer wieder. Einfach so - nach dem Frühstück, zwischen zwei Wäscheladungen, abends bei Wein oder Aperol, manchmal im Bademantel und kalten Füßen. 

Für wen das Ganze ist?
Für mich. Für andere. Für Frauen, die auch mal laut lachen, wenn sie sich selbst beim 
Meckern zuhören oder vergessen haben, was sie eigentlich sagen wollten - aber immerhin charmant dabei aussehen, und mittendrin sind - im Leben, in den Wechseljahren, in der 
eigenen Geschichte.
Für alle, die das Leben inzwischen ein kleines bisschen gelassener, aber nicht weniger neugierig betrachten. Und für jene, die wissen: Ein guter Gedanke passt immer zwischen 
zwei Tässchen Espresso - oder auch Gläschen Aperol Spritz. 

Was der Weg bis hierhin mich lehrte: 
- Gedanken sortieren ist ein bisschen wie Wäsche falten: 
Man weiß nie, wohin mit dieser einen verirrten Socke.
- Ein Blogpost liest sich komplett anders, wenn man ihn ausdrucken will.
- Der Satz "Ich lese nur nochmal ganz schnell drüber" ist eine Lüge. 
Zwischen "schnell überfliegen" und "komplett umschreiben" liegt nämlich genau ein einziges Komma oder ein simpler Gedankenstrich.
- Es gibt viel zu viele Schriftarten. Und zu wenig Geduld.
- Espresso hilft. Nicht gegen Zweifel, aber gegen Müdigkeit.

Und jetzt, schwupps - Jahre später, nach gefühlt 483 Espressi, nicht gezählten Aperols 
und 17 Versionen eines Titelblatts, ist es endlich soweit.
Ich warte mit einer Mischung aus unbändiger Vorfreude, anhaltender Unruhe, ein bisschen Stolz, hektischer Röte im Gesicht und "Oje, hab' ich das wirklich getan?!" - Gefühl 
auf einen Briefumschlag mit dem Probedruck ... begleitet von nervösem Herzklopfen 
und der Frage: "Habe ich 'Aperol' auch richtig geschrieben ...?

Das Ganze ist ein leises "Ich trau mich" - auch wenn meine strenge Moral-Marie noch 
mit verschränkten Armen im Hintergrund murmelt: "Na, wir werden ja sehen ..." 
und einer Prise "Was soll's, der Aperol ist eh schon offen."
Also: Das mit dem Buch war keine Absicht ...und Hilfe:
Es wird gedruckt!






 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 11. Mai 2025

BUSY - MEIN NEUES LEBENSGEFÜHL.

 


Wie Ihr ja wisst, weil ich es großspurig angekündigt habe:
Ich schreibe gerade ein Buch, also  ... "mein" Buch.
Also ... eigentlich schreibe ich nicht, ich "sammle". Und überarbeite. Und lösche dann wieder das, was ich gerade überarbeitet habe, weil es plötzlich klingt, als hätte es eine gelangweilte Praktikantin mit Wortfindungsstörung geschrieben.

Was ich wirklich mache:
Ich trage meine alten Blogbeiträge zusammen, um sie - tadaa - als "große literarische Sammlung" zu veröffentlichen.
Ein Buch mit echten Seiten, also eher ein Büchlein.
Oder zumindest erst einmal ein PDF.
Oder wie ich es auch gerne nenne: "Copy & Taste mit Espresso und Aperol".
Seitdem fühle ich mich enorm BUSY!

Ich bin jetzt jemand, der in Cafés sitzt, Notizen macht und bedeutungsschwer sagt:
"Ich arbeite gerade an meinem Buch."
Dann nippe ich dramatisch an meinem dritten Espresso und hoffe, dass keiner fragt,
worum es ganz genau geht.
Weil: Naja ... Alltag, Aperol, Absurditäten.
Also: Mein Leben.

 



BUSY  ist mein neues Mindset, mein Modus, mein Lifestyle.

Ich höre mich Sätze sagen wie:
-"Sorry, das schaffe ich heute wirklich nicht - ich bin gerade im Schreib-Flow."
(Auch wenn der Flow gerade in akuter Aufschieberitis besteht.)
- "Sorry, keine Zeit für ein Schwätzchen, ich muss mich um das Layout kümmern."
(Ich google, wie man PDFs in Word öffnet oder Fotos verschiebt ... und da können schon mal Stunden ins Land ziehen!)

Obwohl ich mich für ein paar Tage in meiner Ferienwohnung auf der wunderschönen Insel Amrum bei bestem Wetter befinde, sieht mein Tag aktuell oft so aus:
Ich öffne mein Word-Dokument (und bin froh, dass es noch da ist!).
Dann: Espresso first, anschließend überlegen, neues Kapitel brainstormen,
alte Texte lesen, noch einen Espresso trinken, zwischendurch eine Story auf Instagram posten, Einkaufszettel schreiben, mit dem Fahrrad einkaufen fahren, doch einen kleinen Abstecher
zum Strand machen, Künstler brauchen Auszeiten, oder?

Ich fühle mich wie eine Mischung aus Virginia Woolf und Content Creator mit Deadline.
Ich tippe einen Satz. Lösche ihn wieder. Füge denselben Satz erneut ein.

Und während meine innere Gouvernante mir ins Ohr flüstert:
"Ist das Ganze nicht einfach ein Print-Blog?"
Denke ich:
"Ja. Aber mit Fußnoten. Und einem wunderschönen Einband. Und ganz viel Liebe."


 


 

 


 


Also, falls ich mich derzeit etwas rar mache:
Ich bin zwar auf meiner Insel, aber nicht ganz abgetaucht.
Ich bin nur in meiner Schreib-Bubble gefangen - zwischen Zetteln, Ideen, Selbstzweifeln,
sehr viel Espresso und ab und zu - nach Sonnenuntergang versteht sich - auch bei einem
leckeren eisgekühlten Aperol Spritz. 

 


 


 


Mittwoch, 2. April 2025

VORFREUDE...ODER ZWISCHEN EUPHORIE UND WAHNSINN.

 

Mit 20 dachte ich immer, mit 65 sitze ich entweder strickend im Schaukelstuhl oder gehe nur noch ins Café und esse Kuchen...natürlich mit Sahne!

Jetzt sitze ich aber mal wieder am Laptop, um endlich einen neuen Blogpost zu verfassen,
und dazu google ich, wie ich am besten gleich ein ganzes Buch schreibe.
Denn: wer sagt eigentlich, dass man nur in jungen Jahren kreativ sein kann?
Udo Jürgens hat nicht nur "Aber bitte mit Sahne" sondern auch "Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an..." geschrieben, da ist 65 ja fast pubertär, oder?! ;-)
Und da ich schon immer ein Buch schreiben wollte, mache ich es jetzt einfach!
(Bei unserer letzten Plauderrunde haben meine Freundinnen mir den letzten Anstoß gegeben)

In meinem Leben habe ich viel erlebt, viel gesehen und -seien wir ehrlich- auch viel
Blödsinn gemacht. Und weil ich mittlerweile so viele Geschichten und Gedanken
aufgeschrieben habe, verdient all`das doch, nicht nur im Internet sondern auch in gedruckter Form verewigt zu werden.
Schließlich gibt es ja noch einige Menschen in meinem Alter, die lieber echtes Papier in den Händen halten als auf einen Bilschirm zu starren.

 

 


 

Endlich keine Termine mehr (haha!), sondern die Zeit (und die Frechheit!) und Ruhe,
um all die skurrilen, lustigen, mal tiefgründigen, mal absurden Geschichten und Erlebnisse
aus einem halben Jahrhundert Lebenserfahrung mit einem Augenzwinkern aufzuschreiben.
In meinem Alter hat man ja schließlich einiges erlebt: die Erfindung des Farbfernsehers,
die ersten Handys und ja, und auch die Geburt von Google.
Also, warum nicht ein Buch schreiben?
Oder wenigstens ein Büchlein...ein Booklet...ein Manuskript.

Mein Ziel damit?
Ihr sollt schmunzeln, Euch vielleicht wiedererkennen und merken: das Leben mit 65 kann herrlich witzig und auch noch ein Abenteuer sein.
Und falls es niemand liest - auch gut; obwohl ich natürlich schon ein bisschen traurig wäre.
Schlimmstenfalls landet mein "Gedanken-Cocktail" eben als Weihnachtsgeschenk
unter dem Baum.

Fazit:
Mit 65 ein Buch zu schreiben, ist nicht verrückt.
Es ist die perfekte Möglichkeit, das Leben mit Humor zu feiern. Schließlich habe ich jetzt tatsächlich mehr Zeit und manchmal auch die nötige Gelassenheit - und mal ganz ehrlich:
Was habe ich schon zu verlieren?
Die Idee, meine Gedanken, Geschichten und vielleicht sogar ein kleines Stück von mir selbst zwischen zwei Buchdeckeln* zu verewigen, macht mich glücklich.

 




 

Also: das Booklet ist in Arbeit.
Ich tippe mit mindestens 4 Fingern, fluche über die Autokorrektur, lache laut, weine leise,
trinke so viel Espresso wie schon lange nicht mehr, schicke die eigene Gouvernante, die immer alles besser weiß, in Kurz-Urlaub, formuliere einen Satz zwanzig mal um, schlürfe jetzt endlich einen herrlich prickelnden Apérol Spritz und denke plötzlich: Braucht die Welt dieses Buch?!

Ja, braucht sie. Meins! 

 

 


*bei den Buchdeckeln brauche ich übrigens die überaus kreative Hilfe meiner Freundin...



Freitag, 3. Januar 2025

ZWISCHEN LACHFALTEN UND LEBENSWEISHEITEN.

Herzlich Willkommen im brandneuen Jahr 2025!




365 frische und unberührte Tage - jetzt nur noch 362 ! - liegen wie ein weißes Blatt vor uns.
Ein neues Kapitel - oder ich will es mal so nennen: 362 Chancen, um zumindest meinen Vorsatz mehr Sport zu machen, weniger Süßes zu essen, endlich früher ins Bett zu gehen, weniger am
Handy und optimistischer zu sein, gekonnt zu ignorieren.

Außerdem steht Ende des Monats mein Geburtstag an; mit einer Zahl, die mich ein bisschen erschreckt, hat sie doch gefühlt so gar nichts mit mir zu tun!

Älterwerden ist ja ein bisschen so wie eine Zugfahrt mit der Deutschen Bahn, bei der man nie genau weiß, ob man im überfüllten Speisewagen landet, in einem Abteil, in dem mindestens einer zu laut telefoniert, oder ob man überhaupt am gewünschten Zielort ankommt.

Älterwerden beginnt schleichend. Zuerst vergisst man, warum man in den Keller gegangen ist, dann merkt man, dass Passwörter plötzlich eine Denksportaufgabe mit ungewissem Ausgang sind.
Wo ist mein PIN und für was brauche ich eine PUK?
Warum kann ich nicht einfach ein -simples!- Passwort für alles nehmen?
Aber da klopft mir nicht nur meine innere Gouvernante auf die Schulter, es funktioniert schlichtweg oft gar nicht, da eine Kombination aus Groß-, Kleinbuchstaben, Sonderzeichen
und Zahlen NIE einfach ist, aber meistens gefordert wird.

Und überhaupt: die ganzen Abkürzungen der jüngeren Generationen.
Ich bin mal so nett und übersetze sie für Euch meine lieben Leser -BFF* -, die die 60 auch schon leicht überschritten haben ;-)

*BFF - Best friends forever, klar oder?
YOLO - You only live once
LOL - Laughing Out Loud
BRB - Be right back
Da erscheint ein laut gestöhntes OMG -Oh my God -  ja fast schon vertraut und umgangssprachlich.

Das Älterwerden hat leider auch körperliche Symptome...früher war Aufstehen eine eher
unauffällige Bewegung.
Heute klingt es mitunter wie ein kleines Orchester aus Seufzern, Knacken und Stöhnen.
Auch die plötzliche Liebe zu bequemen Schuhen kommt quasi über Nacht.
Mit 20 waren Schuhe ein Statement und konnten nicht hoch genug sein.
Heute ist das Statement: ich will bequem und ohne Gefahr des Umknickens mit anschließender Oberschenkelhalsfraktur oder ausgekugelter Hüfte zu Hause ankommen!
Und Hand aufs geschwächte Herz: warum haben wir nicht schon früher auf Einlegesohlen gesetzt?! Sieht doch keiner.

Ein weiterer Endgegner: die Technik!
Während die Kinder und bald schon die Enkel problemlos drei Apps gleichzeitig bedienen,
kann es schon mal vorkommen, dass ich völlig überfordert vor der Frage stehe:
"Wo zum Teufel (oder WTH - What the hell -  das etwas brutalere WTF benutze ich natürlich nicht, und wer es bis jetzt nicht kennt, den verweise ich hier ganz vornehm auf Dr. Google ;-))
ist der verdammte Einschaltknopf?".
Da nützt es auch nicht wirklich etwas, wenn wir wissen, wie man einen Videorecorder programmiert, denn den gibt´s nicht mehr.

Früher zählte man sehnsüchtig Jahr für Jahr die Kerzen auf der Torte, heute muss diese mindestens 3-stöckig sein, um alle Kerzen unterzubringen und man hofft, dass man sie mit einem Atemzug auch wirklich ausbekommt und nicht anschließend die Feuerwehr kommen muss...oder der Notarzt!

Aber natürlich -und zum Glück - gibt es auch Schönes am Älterwerden.
Endlich haben wir genug Lebenserfahrung, man könnte es auch Weisheit nennen,
um die richtigen Fragen zu stellen, wie zum Beispiel: "Brauche ich wirklich noch mehr Zeug
oder trinke ich lieber ein gutes Glas Wein?"

Älterwerden ist ein Geschenk mit Schleife und Knitterfalten, oder?
Am Ende des Tages ist das Alter nicht das Problem sondern die eigene Perspektive.
Wenn wir lernen, das Leben mit Humor zu nehmen, dann ist die Zahl der Kerzen auf der Torte nicht unser Feind, sondern unser treuer Begleiter - wenn auch mit Lesebrille und einem guten Sinn für Sarkasmus.
Und ein lecker Aperölchen schmeckt zu jeder Tageszeit und in jeder Lebenslage...

 



Also, lasst uns das Leben feiern - Falten, graue Haare und die gelegentlichen
Rückenprobleme inklusive. Vielleicht geht es gar nicht darum, die perfekten nächsten
362 Tage zu planen. Vielleicht sollten wir einfach akzeptieren, dass immer die kleinen
Momente zählen:
Der spontane ausgelassene Tanz zu lauter Musik in der Küche, das echte und manchmal
auch alberne und laute Lachen mit Freunden, die dick belegte Pizza, die wir eigentlich nicht essen wollten, die aber jede Kalorie wert war.
Lasst uns dieses 2025 nicht nur von Vorsätzen, To-do-Listen und gesundem Brokkoli dominieren.
Lasst uns Fehler machen, improvisieren und drüber schmunzeln,denn am Ende zählen
nicht die 362 Tage, sondern wieviele davon wir wirklich gelebt haben.

Auf ein humorvolles, chaotisches und unvergessliches Jahr...und meinen unglaublich aber wirklich bevorstehenden 65.! Geburtstag!

Bis bald...